DJK    Binsbach      

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 Monatsinformationen

November

 

 


Brauchtum

Nebelung oder Nebelmond hieß der November früher, eine Bezeichnung, die auch heute noch passend wäre.

Dieser Monat wird meist mit einem unangenehmen Wetter in Verbindung gebracht: Es wird nass,kalt und nebelig. Die Bauern brachten als letzte Ernte die Krautköpfe und Runkelrüben ein. War alle Feldarbeit getan, gingen die Männer wieder in den Wald, um Holz zu fällen. Die Frauen begannen den gedörrten Flachs zu brechen und zu bearbeiten. Die Vorratskammer musste ständig kontrolliert werden, denn Obst und Gemüse sollten ja für den Verzehr im Winter lange halten.

Mit dem 11. November war das bäuerliche Arbeitsjahr zu Ende. Am Tag des hl. Martin wurden die Tiere ein letztes Mal auf die Weide getrieben. Der Martinstag war auch Zahl- und Abgabetag. Mit den an diesem Tag scheidenden Saisonarbeitskräften traf man sich zum letzten Festmahl, bei dem oft frisch geschlachtetes Federvieh auf den Tisch kam. Nun begann auch die Zeit des Hausschlachtens. Alles Vieh, das nicht über den Winter gefüttert werden sollte, wurde jetzt geschlachtet. Da wurde gewurstet und geräuchert, eingelegt und eingeweckt. Und was man nicht selbst essen konnte, wurde verkauft.

Für die Frauen begann im November eine ihrer wichtigsten Winterarbeiten: das Spinnen. Wenn es am Nachmittag schon dunkel wurde, trafen sich die Frauen mit Ihren Spinnrädern reihum jeweils in einem anderen Haus. Gemeinsam war das Spinnen doch unterhaltsamer, und ausserdem sparte man so an Beleuchtung. Diese Zusammenkünfte bezeichnete man als Spinnstuben oder Rockaroas ( Rockenreise). Es gab feste Regeln, wer wie lange spinnen musste, wie viel die Mägde für die Bäuerin und wie viel sie für sich selbst spinnen durften. Am Wochenende durfte z. B. gar nicht gesponnen werden.

 


 


Der Garten im November

Grau und trüb präsentiert sich der November häufig. Das Gartenjahr neigt sich dem Ende entgegen, man sitzt lieber im Warmen und träumt von den bunten Blumen des Sommers. Vielleicht hat man ja auch ein wenig vorgesorgt und Trockenblumen im Garten angebaut. Sie halten lange und bringen noch ein wenig sommerliche Heiterkeit in die winterliche Stube. Blüten zum Trocknen werden am besten geschnitten, wenn sie gerade eben erblüht sind. Man entfernt alle Blätter von den Stängeln, bündelt sie und hängt sie kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort für mehrere Tage bis Wochen auf. Bei einigen Arten, beispielsweise den Strohblumen, entfernt man die Stängel und zieht stattdessen einen Draht durch die Blüten. Als Trockenblumen bzw. –gräser eignen sich gut: Silberdistel, Pampasgras, Edeldistel, Schleierkraut, Strohblume, Meerlavendel, Silberling, Lampenputzerkraut, Lampionblume und Fetthenne. Ansonsten hat man nun Zeit und Muße, die Gartensaison Revue passieren zu lassen und vielleicht schon ein paar Ideen für das nächste Jahr zu sammeln.