DJK    Binsbach      

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 Monatsinformationen

 

Februar

 


Brauchtum


Hornung oder Taumond wurde der Febraur früher genannt, denn häufig war schon mit trügerischem Tauwetter zu rechnen. Der 2. Februar, Mariä Lichtmess, war einer der wichtigsten Tage im Bauernjahr. Für die Knechte und Mägde endete das Arbeitsjahr, ihr Lohn wurde ausbezahlt, und sie hatten arbeitsfrei. Entweder wurde ihr Dienstvertrag um ein Jahr verlängert, oder sie suchten sich auf den so genannten Schenkelmärkten einen neuen Dienstherrn. An Mariä Lichtmess wurden früher wie heute in den Kirchen die Kerzen geweiht. Die Bäuerin trug alle Kerzen, die man für das Jahr benötigte, an diesem Tag zur Weihe. Da gab es Haus- und Sterbekerzen, Pfennigkerzen, Kerzen zur Geburt und Taufe, reich verzierte Wachsstöcke und natürlich die schwarzen Wetterkerzen, die bei heftigemn Gewittern angezündet wurden. Den an Lichtmess geweihten Kerzen sagte man besondere Segenskraft für Haus und Hof nach. Im Februar wird traditionell auch Fasching oder Faßnacht gefeiert. Die Wurzeln dieses bunten Treibens gehen auf vorchristliche Frühlingsbräuche zurück.Mit Lärm wollte man die Winterdämonen vertreiben. Die Bauern waren im Februar mit den Rübeln der Maiskolben beschäftigt. So nannte man das Abreiben der einzelnen Körner von den Kolben. Ausserdem mußte das Holz, das man im Februar aus dem Hochwald geholt hatte, nun in Scheite gehackt werden. Auch die Frauen packten hier kräftig mit an, obwohl sie auch weiterhin noch genügend in Haus und Stube zu tun hatten.


 


Garten im Februar


Die ersten Monate des Jahres, wenn der Garten unter einer dicken Schneedecke liegt und alles hart gefroren ist, gibt es für Hobbygärtner wenig zu tun. Man kann sich mit Muße den Vorbereitungen für ein neues Gartenjahr widmen: neue Beete, Fruchtfolgen, Mischkulturen und Neuanpflanzungen planen. Vielleicht haben Sie auch mal Lust, seltene Gemüsearten auszuprobieren. Samenhandlungen bieten eine erstaunliche Auswahl an. Legen Sie dazu am besten ein Gartentagebuch an, in dem Sie alle wichtigen Vorgänge festhalten und das Ihnen im nächsten Jahr als Gedächtnisstütze dient. Falls Sie im Winter auf zarte Blüten nicht ganz verzichten wollen, gibt es eine kleine Auswahl an Blumen und Gehölzen, die selbst bei größter Kälte Blüten treiben: Schneeheide, Zaubernuss, Winterjasmin, Winterkirsche, Duftschneeball und Christrose. Die Christ- oder Schneerose fühlt sich besonders wohlm wenn sie einen halbschattigen Wuchsplatz mit lockerer,kalkreicher Humuserde erhält. Sie wird im August oder September gepflanzt und sollte dann lange Jahre ungestört bleiben, d.h. nicht verpflanzt werden. Mit etwas Glück blüht die Christrose schon im Jahr der Pflanzung. Bis zu vier Jahre Eingewöhungsdauer sollte man ihr aber schon gönnen. Mit der Zeit werden die bis zu 30 Zentimeter hohen Horste mit den strahlend weißen Blüten immer schöner.